Bahnhofsdienste in Eckernförde im Wandel der Zeit
Carls, Eckernförde Carlshöhe 47
Dr. Jan Thorge Thöming berichtet am Sonntagnachmittag um 16:30 Uhr über die Bahnhofsmission und anderes.
Bahnhöfe sind Orte der Mobilität, aber auch der sozialen Hilfe. Die Entwicklung der bahnhofsorientierten Hilfsangebote richtete sich stets an den Erfordernissen der Zeit aus. Auch in Eckernförde wandelte sich die gleisnahe karitative Fürsorge analog zum gesellschaftlichen und politischen Geschehen. Sie begann vor dem Zweiten Weltkrieg mit dem Engagement eines stadtbekannten Medizinalrates und seiner Ehefrau, die eine erste Bahnhofsmission ins Leben riefen. Nach dem Ende des Nationalsozialismus und der Wiedergründung der Eckernförder Bahnhofsmission im Jahr 1948 wurde die Station wieder zur wichtigen Einrichtung im sozialen Netz, auch im Rahmen der Herausforderungen des Ost-West-Konfliktes. Die Bahnhofsmission Eckernförde besteht bis heute.
Der Regionalhistoriker Dr. Jann-Thorge Thöming ist Referent in der freien Wohlfahrt und forscht zur Sozialgeschichte. Im November 2024 erschien seine Kieler Dissertation "Brücken in die Freiheit. Bahnhofsmission im Kalten Krieg" als 560 Seiten umfassende Monographie in der Nomos-Verlagsgruppe.
Foto, oben: Eine Postkarte der Bahnhofsmission aus den 1950er Jahren. (Foto aus dem Bestand des Referenten.)